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Pressemitteilung von Saadet Sönmez


Notwendiges Engagement für Bildungsgerechtigkeit von "Bildungsinitiative Ferhat Unvar"

Anlässlich der öffentlichen Vorstellung der „Bildungsinitiative Ferhat Unvar“  erklärt Saadet Sönmez, migrations- und integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist beeindruckend, mit welcher Kraft die Angehörigen der Opfer des rassistischen Anschlags vom 19. Februar 2020 sich trotz ihres Schmerzes für Gerechtigkeit und gegen Diskriminierung einsetzen. Die Mutter des ermordeten Ferhat Unvar hat gestern die ‚Bildungsinitiative Ferhat Unvar‘ öffentlich vorgestellt. Die Initiative möchte sich gegen Diskriminierung in der Schule und für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit einsetzen. DIE LINKE wünscht ihr dabei viel Erfolg. Wir werden die Initiative bestmöglich unterstützen.“

Serpil Unvar, die Mutter des Getöteten, habe in der ergreifenden Eröffnungsveranstaltung in Hanau gestern erläutert, dass ihr Sohn in seiner Kindheit und Jugend Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt gewesen sei, vor allem in der Schule, so Sönmez. Es sei immer noch traurige Realität von Migrantinnen und Migranten in Deutschland, alltäglich Rassismus und Diskriminierung zu erfahren. Daher sei es notwendig, Betroffene nicht nur als Betroffene sondern auch als Mitstreiterinnen und Mitstreiter in der Bekämpfung des gesamtgesellschaftlichen Problems des Rassismus zu sehen und die Gesellschaft zu sensibilisieren, genauso, wie es die Initiative vorhabe.

„Die Initiative blickt in die Zukunft. Am 19. Februar allerdings ist es wichtig, innezuhalten, in die Vergangenheit zu blicken und den Opfern des Anschlags zu gedenken. Deutschlandweit und an vielen Orten in Hessen wird es Gedenkveranstaltungen geben. DIE LINKE ruft alle Hessinnen und Hessen auf, daran teilzunehmen.“


Hinweis:

Auf Initiative der Angehörigen des Opfers des rassistischen Anschlages Ferhat Unvar sind darüber hinaus alle aufgefordert, am 19. Februar ab 21.52 Uhr für neun Minuten in Gedenken an die neun Opfer alle Lichter auszuschalten. Den Aufruf finden Sie unten.

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Übersetzung der Berichte des Untersuchungs­ausschusses 19/2 (NSU-Morde)

Der Untersuchungsausschuss 19/2 hatte den Auftrag, die Zusammenarbeit von Länder- und Bundesbehörden zu den mit dem NSU in Zusammenhang stehenden Morden zu klären.

Der längste und umfangreichste Untersuchungsausschuss in der Geschichte des Landes Hessen hielt in vier Jahren 66 Sitzungen ab. Der Ausschuss hatte 1852 Akten erhalten und insgesamt mehr als 100 Zeugen vernommen. Die Ergebnisse werden im Bericht und den abweichenden Berichten zusammengefasst.

Der (in Deutsch abgefasste) Bericht wurde als Parlamentsdrucksache 19/6611 im Landtagsinformationssystem veröffentlicht und archiviert. Auch der Beratungsablauf zum Bericht ist dort einsehbar.

Der Bericht des Untersuchungsausschusses 19/2  und die Abweichenden Berichte sind nun auch in Türkisch verfügbar.