Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Gute Arbeit für alle statt Ausbeutung von Flüchtlingen im Niedriglohnsektor

Anlässlich der Aktuellen Stunde der Grünen zum Thema „Programme zur Integration von Geflüchteten zeigen positive Wirkung für die Wirtschaft in Hessen“ erklärt Saadet Sönmez, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist positiv, dass es immer mehr Flüchtlingen gelingt, Arbeit in Hessen zu finden. Allerdings arbeiten zwei Drittel der Flüchtlinge im Niedriglohnsektor. Es kann nicht sein, dass Flüchtlinge in Leiharbeit, mit Minijobs und niedriger Bezahlung ausgebeutet werden und dadurch auch noch der Druck auf dem Arbeitsmarkt erhöht wird.“

DIE LINKE fordere stattdessen, dass durch einen höheren Mindestlohn, eine schnelle Anerkennung ausländischer Abschlüsse und mehr Kontrollen auf Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften gute Arbeit für alle ermöglicht werde. 

„Es ist entlarvend, dass die Grünen die positive Wirkung für die Wirtschaft bejubeln und die schlechten Arbeitsbedingungen völlig ignorieren. Für DIE LINKE hingegen stehen die Interessen der Beschäftigten an erster Stelle.“


10 Punkte für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik in Hessen

  1. Geflüchtete müssen sich in der Erstaufnahme sicher fühlen, sie sollen umfassend ärztlich versorgt und so wenig wie möglich reglementiert werden.
  2. Überall muss eine unabhängige Verfahrensberatung in den Herkunftssprachen für die anstehenden komplizierten Asylverfahren erreichbar sein.
  3. Frauen brauchen für sich und ihre Kinder einen besonderen und selbstbestimmten Schutz. Der Familiennachzug darf nicht eingeschränkt werden.
  4. Unbegleitete Minderjährige sollen auf eigenen Wunsch, aber unter Verantwortung des Jugendamtes, zu Verwandten/Bekannten umverteilt werden.
  5. Eine Verbesserung der psychosozialen Versorgung traumatisierter Flüchtlinge durch ausreichend Zentren mit Fachkräften ist unbedingt nötig.
  6. Familiäre Bindungen müssen bei der Wahl des Wohnortes berücksichtigt werden. Residenzpflicht und Unterbringung nach Quoten sind nicht human.
  7. Private Wohnungsanmietung durch die Stadt ist sinnvoll, unterstützt durch ein geschütztes Marktsegment städtischer Wohnungsgesellschaften.
  8. Recht auf Schulbesuch muss von Anfang an und solange wie nötig bestehen. Schneller Zugang zu Sprachkursen unterstützt die Integration.
  9. Früh Zugang zum Arbeitsmarkt gestatten. Vorhandene Qualifikationen anerkennen und verbessern, um letztlich Selbstständigkeit zu erreichen.
  10. Fremden- und Islamfeindlichkeit dürfen unsere Gesellschaft nicht vergiften. Deshalb: Überall Bündnisse gegen Rechts bilden, Zivilcourage stärken!

    Download