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Mitteilung der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag


Soziale Ausgrenzung trifft Kinder besonders hart

Anlässlich des Tags der Kinderrechte am morgigen 20. November erklärt Christiane Böhm, sozial- und kinderpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Das Statistische Bundesamt meldet heute, dass jedes siebte Kind in Deutschland armutsgefährdet ist. In Hessen ist es sogar jedes fünfte. Armut ist gleichbedeutend mit eingeschränkter Teilhabe in allen Lebensbereichen. Damit werden Lebenschancen danach bestimmt, in welche Familie ein Kind geboren wird - Chancengerechtigkeit besteht nicht. Corona hat diesen Zustand verschärft.

Wer keinen Zugang zu angemessener digitaler Ausstattung hat, ist vom digitalen Unterricht ausgeschlossen. Wenn die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets, etwa das kostenfreie Schulessen oder die Nachhilfegewährung, nicht mehr umgesetzt werden können, wird das Existenzminimum der betroffenen Kinder und Jugendlichen weiter untergraben. Auch deshalb braucht es endlich eine bedarfsorientierte und existenzsichernde Kindergrundsicherung.“

Böhm verweist darauf, dass die Landesregierung trotz eigener Erkenntnisse aus dem zweiten Landessozialbericht, der auf zahlreiche Probleme hinweise, bisher kaum etwas unternehme, um wirksam gegen Kinder- und Jugendarmut vorzugehen.

„Seit Jahren fordert DIE LINKE einen Landesaktionsplan gegen Kinderarmut. Die schwarzgrüne Antwort besteht leider nur aus Floskeln. Im verschobenen Jahr der Kinderrechte, das nun 2021 nachgeholt werden soll, genügt es nicht, weiter mit warmen Worten die Situation schön reden zu wollen. Die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen und die zentrale Barriere der hohen Kinderarmut in Hessen müssen endlich in den Mittelpunkt des landespolitischen Handelns rücken.“